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Imster Schemenlaufen

Immaterielles Kulturerbe der Menschheit

Uralte Tradition

Am 09.02.2020 geht die wohl größte und farbenprächtigste Fasnacht des Alpenraumes über die Bühne. Kaum jemand vermag sich der mythischen Strahlkraft dieses jahrhundertealten Spektakels zu entziehen. In einem großartigen Ensemble hunderter Masken zelebrieren die teilnehmenden Gruppen den Triumph des Frühlings über den Winter. Die zentralen Gestalten des Imster Schemenlaufens sind Roller und Scheller: Der jugendliche Roller tänzelt während des „Gangls“ dem Scheller mit seinem imposanten Schnurrbart voraus.

Die Ordnungsmasken Sackner, Spritzer und Kübelemajen (wehe, wer ihnen im Wege steht!) ebnen den beiden Hauptmasken den Weg durch die Menschenmenge. Dem Aufzug der beiden vornehmsten Figuren des Schemenlaufens folgt eine Vielzahl weiterer Figuren. Am Tag nach dem Schemenlaufen, am „Fasnachtsmontag“, ziehen  alle Teilnehmer noch einmal durch die Stadt. Kostümiert, aber ohne Masken. So findet das noble Treiben vom Vortag eine etwas ungezügelte Fortsetzung.

Kostümierte Fasnachtsfiguren stehen um einen Brunnen

Schemenlaufen in Imst

Die Fasnacht Imst ist erstes „Immaterielles Kulturerbe der Menschheit“ Österreichs.

Seit wann es die Imster Fasnacht gibt, weiß kein Mensch so genau. Die ältesten bekannten Dokumente, die sich auf die Fasnacht beziehen, stammen aus den Jahren 1597 und 1610. Man kann aber davon ausgehen, dass das Brauchtum deutlich weiter zurückreicht. Ob auch germanisch, heidnisch? Man weiß es nicht. Machen Sie sich selbst ein Bild von diesem einmaligen Brauch.

Programm

  • 06:30 Uhr Fasnachtsmesse
    07:30 Uhr Figatter
    08:30 Uhr Ausrufer
    09:30 Uhr Beginn des Aufzuges
    12:00 Uhr Beginn des Umzuges
    ca. 15:00 Uhr Pause
    17:30 – 18:00 Uhr Schlusskroas

    Eintritt: € 8,00 (nur am Sonntag), Jugendliche bis 16 Jahre frei!