1. SOS-Kinderdorf der Welt in Imst

SOS Kinderdorf Sommer
Ein großes Kapitel der Imster Chronik beginnt Hermann Gmeiner vor genau 60 Jahren: Er legt mit einer Handvoll visionärer Frauen und Männer im Imster Ortsteil "Sonnberg" den Grundstein für eine weltumspannende Idee.
1949 wird das 1. SOS-Kinderdorf der Welt gegründet.
Die Vision, Kindern die Wärme und Geborgenheit der Familie, Ausbildung und Chancen für Ihre Zukunft, ist heute rund um den Globus Wirklichkeit.

In 131 Ländern auf allen Kontinenten gibt es mehr als 400 SOS-Kinderdörfern mit über 1.000 begleitenden Einrichtungen (Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Schulen, Krankenstationen, Sozialzentren, Nothilfeprogramme etc). In den SOS-Kinderdörfern und Jugendeinrichtungen haben knapp 50.000 Kinder/Jugendliche ein dauerhaftes Daheim. Von den begleitenden Einrichtungen profitieren jährlich mehrere hunderttausend junge Menschen und bedürftige Familien.

Heute unterstützen Millionen Menschen die Kinderdörfer, Politik und Wirtschaft helfen, selbst die älteste Rockband der Welt, die Rolling Stones, verneigte sich und gab anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums ihr erstes Konzert in den Tiroler Bergen. Was aber mehr zählt: die Kinder, die ihre Chance bekommen! Ein Spaziergang durch das Dorf vermittelt etwas von der Vision Hermann Gmeiners und den vier Ur- Prinzipien des Sozialwerks – Mutter, Geschwister, Haus, Dorf – und gibt eine Ahnung, warum die SOS-Kinderdörfer für den Friedensnobelpreis 1999 nominiert wurden. Ein Besuch des Grabes von Hermann Gmeiner ist möglich.

Zur Zeit leben im SOS-Kinderdorf in Imst in elf Familien 56 Kinder/Jugendliche. Jede SOS-Kinderdorf-Familie bewohnt ihr eigenes Haus. Alle Familien zusammen bilden die Dorfgemeinschaft, die als familienübergreifendes soziales Netzwerk für die jungen Menschen sehr wichtig ist. Die vier Grundsätze von Hermann Gmeiner „Mutter, Geschwister, Haus, Dorf“ prägen bis heute das Leben im SOS-Kinderdorf. Für die Kleinkinder gibt es einen eigenen Kindergarten im Dorf, der auch nach außen offen ist und zu zwei Dritteln von Kindern aus der Nachbarschaft besucht wird.

Ein Besuch des Grabes von Hermann Gmeiner ist an regionalen Schultagen vormittags möglich. Angemeldete Gruppen und Besucher werden betreut. Tel. +43(0)5412/66234
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