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Brunnenstadt Imst

Schmuckstücke der Stadt...

Die Brunnen freilich bestehen seit Alters her. Sind sie heute eher Schmuckstücke des Stadt- und Ortsbildes, so hatten sie einst eine wichtige wirtschaftliche und soziale Funktion.

Brunnenstadt Imst
Kaum ein Haus hatte Wasserleitungen. Also holte man sich das kostbare und nützliche Nass vom nahen Brunnen, zum Kochen und Waschen. Große Wäschestücke, etwa Teppiche, wurden überhaupt direkt am Brunnen gewaschen. Deshalb gab es bei jedem Brunnen ein kleines Becken, in dem auch die Erdäpfel geputzt werden konnten. Zum großen Becken führte man die Kühe, um sie dort zu tränken. Und wenn man schon warten musste, bis die Kuh oder der Ochs ihren mächtigen Durst gestillt hatten, so nutzte man die Zeit für einen Plausch. So waren die Brunnen immer auch Kommunikationszentren für Neuigkeiten, Tratsch, Viehpreise und Gemeindepolitik. Die Nutzungsberechtigten bildeten Brunnengemeinschaften, achteten auf Sauberkeit und Funktionsfähigkeit der Brunnen. Am augenfälligsten ist das Wirken der Gemeinschaften an den Figuren von Heiligen, die den jeweiligen Brunnen zieren und ihm sowie häufig dem ganzen Platz den Namen gaben. Manche dieser Gemeinschaften sind heute noch intakt und veranlassen, dass die Brunnen bei den großen Prozessionen zu Fronleichnam und am Kirchtag geschmückt werden. Es gibt in der Ferienregion Imst mehrere neue Brunnen, die wegen ihrer künstlerischen Gestaltung auffallen.

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